Konduktive Förderung

Der Kindergarten "Bärenstark" ist ein integrativer Kindergarten.
Eine ausgebildete Konduktorin kümmert sich intensiv und auf Grundlage ihrer speziellen Ausbildung um die Kinder mit einer geistigen oder körperlichen Beeinträchtigung. Sie hilft ihnen, alltägliche Handlungen zu erlernen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und sorgt für Interaktionen mit den anderen Kindern der Einrichtung.

Der Begriff „konduktiv“ leitet sich vom lateinischen „conducere“ ab und lässt sich mit leiten, führen, zusammenführen übersetzen. Daraus lässt sich das konduktive Konzept herleiten, das die Kompetenzen von Therapie, Pflege und Pädagogik miteinander vereint. Insbesondere durch das Einbringen der Pädagogik unterscheidet sich das konduktive Konzept deutlich von anderen Fördermethoden.  Alle Übungen und Aufgaben erhalten einen Sinn und werden in den Alltag integriert. Die konduktive Förderung beschreibt also ein ganzheitliches System.

Eine konduktive Förderung wird Kindern und Erwachsene zuteil, die aufgrund einer Schädigung des Gehirns geistig und/oder körperlich stark eingeschränkt sind. Im Kindergarten Bärenstark kümmern wir uns um Kinder mit Handicap bis zum Schuleintrittsalter. Die konduktive Förderung findet fast ausschließlich in der Gruppe statt. So kann eine gewisse Dynamik entstehen und soziale Kompetenzen können gefördert werden.

Zwei wesentliche Aspekte, zeichnen die konduktive Arbeit aus: 
1.    Kontinuität und
2.    Struktur.


Der  Tages-, Wochen-, und Jahresplan unterliegt vor allem diesen beiden Kriterien. Sie geben den Kindern Orientierung und Sicherheit im Alltag. Im Vordergrund der konduktiven Förderung steht die Selbständigkeitsentwicklung der Kinder. Deshalb versuchen wir,  weitestgehend auf passive Hilfsmittel zu verzichten. Durch spezielles Mobiliar in der konduktiven Förderung werden zudem Eigenständigkeit und individueller Bewegungsspielraum  der Kinder gefördert.

Von ebenso großer Bedeutung für die individuelle Entwicklung eines jeden Kindes in der konduktiven Fördergruppe ist die gezielte Integration in die Gesellschaft. Deshalb verbringen bei uns die Kinder aller Gruppen viel gemeinsame Zeit miteinander. Sie spielen zusammen im Freien, wir unternehmen Ausflüge und Spaziergänge und feiern Feste. Dabei helfen die gesunden Kinder den anderen und lernen gemeinsam zu leben.  Im Alltag bedeutet das für die konduktiv unterstützten Kinder zu lernen, sich in ihrer Umgebung zurechtzufinden, ohne besondere Unterstützung zu benötigen.


Brita Karl sagt: "Wir sprechen viel mit den Kindern, wenn wir sie zu eigenem Handeln motivieren wollen. In der Fachsprache nennt man das „rhythmisches Intendieren“. Das bedeutet: Jede Bewegung, jede Handlung des Kindes wird zuvor verbal beschrieben und mehrfach wiederholt. Dieses Vorgehen animiert zum Selbertun und verinnerlicht Handlungsabläufe. Überhaupt sind viele Wiederholungen notwendig und wesentlich für den individuellen Lernprozess des Kindes, wenn es z. B. um die Abrufbarkeit von Erlerntem in einer anderen Umgebung geht.

Im Kindergarten „Bärenstark“ arbeiten wir gemeinsam für die Kinder und mit ihnen, weil wir wollen, dass Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und Freude im täglichen Leben für sie bestimmend ist.


Klinikum
Altenburger Land GmbH
Am Waldessaum 10
04600 Altenburg
 
Tel.: 03447 52-0
Fax: 03447 52-1177
 
E-Mail: info@klinikum-altenburgerland.de 

 

Copyright © 2021 Klinikum Altenburger Land