05.11.2019 16:24

Sich dauerhaft dem Wandel stellen

Kooperationsvertrag zwischen Universitätsklinikum Leipzig und Klinikum Altenburger Land

+++ Auftaktveranstaltung im Klinikum Altenburger Land +++ Herausforderungen für Krankenhäuser in Deutschland +++ Interessen des Universitätsklinikums Leipzig +++ Kooperation mit Vorzeigecharakter +++ Vorteile für Patienten im Altenburger Land

Altenburg, 05.11. 2019 – Mit dem Concerto Grosso von Antonio Vivaldi stimmten Schüler der Musikschule im Hörsaal des Klinikums eine besondere Auftaktveranstaltung ein. Der Empfang in Altenburg gab dem Kooperationsvertrag zwischen Universitätsklinikum Leipzig und Klinikum Altenburger Land den angemessenen Rahmen.
„Wir stehen in einer Umbruchsituation in der Krankenhauslandschaft“, führte Dr. Gundula Werner, Geschäftsführerin des Klinikums in Altenburg, ein. Personelle Vorgaben aus der Gesundheitspolitik stehen dem steten Personalmangel in Krankenhäusern gegenüber. „Das ist eine dauerhafte Entwicklung, der wir uns stellen mit kreativen Ideen, die langfristig für alle Beteiligten Erfolg versprechen“, beschreibt sie die Strategie des Klinikums. Dabei weiß sie den langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Bernhard Blüher sowie Aufsichtsrat und  Klinikumsleitung hinter sich. In seinem Grußwort sprach Dr. Blüher von einer vertraglichen Kooperation, die auf gegenseitigem Vertrauen basiert und wünschte den Beteiligten alles Gute dabei.

v.l.  Dr. Thomas Golombek, Dr. Robert Jacob, Prof. Dr. Uwe Platzbecker, Dr. Armin Schulz-Abelius, Prof. Dr. Christoph Josten, Dr. Gundula Werner, Prof. Dr. Florian Lordick, Prof. Dr. Jörg Berrouschot, Oberarzt PD Dr. Dietmar Söhngen, Hansjakob Fries                                          Fotos: Nina Gilg

Welche Interessen verfolgt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) mit dieser Kooperation?
Antworten darauf gab der Medizinische Vorstand und Sprecher des Vorstandes, Prof. Dr. Christoph Josten, in seinem Grußwort. Auch das Universitätsklinikum sieht sich in der Verpflichtung, die Flächenversorgung der Patienten zu unterstützen. Patienten im Altenburger Land profitieren jetzt bereits in Altenburg von wissenschaftlichem Knowhow der Leipziger und dem eingeleiteten Wissenstransfer. Zudem können sie einfacher von einer Klinik in die andere wechseln, wenn dies nötig würde. Dazu sieht er viele Vorteile für die Mitarbeitenden des Universitätsklinikums, die in Altenburg neue Strukturen kennenlernen sowie Kontakte für ihre weitere berufliche Entwicklung knüpfen werden. Wichtig war dem Medizinischen Vorstand noch eine andere Bedeutung der  Kooperation: sie habe Vorzeigecharakter, u.a. weil sie vor Ländergrenzen nicht Halt macht. Prof. Josten wünschte sich, dass man in fünf Jahren rückblickend sagt, dies sei der Beginn gewesen für eine wegweisende Entwicklung für viele Bereiche und Sektoren der Patientenversorgung.

Heute kann nicht mehr Einer alles, führte Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL, die Gedanken weiter. Es gehe darum, dass die hervorragende medizinische Versorgung trotzdem überall stattfindet und jeder Patient Zugang dazu hat.

Der Ärztliche Direktor des Klinikums Altenburger Land, Prof. Dr. Jörg Berrouschot, berichtete den Gästen von der ¾ Jahr kurzen Vorgeschichte des Kooperationsvertrages, bei der sich das Universitätsklinikum von Beginn an  offen für diese Idee zeigte. So ist es trotz Vorstandswechsel gelungen, in dieser für einen solchen Prozess kurzen Zeit den Kooperationsvertrag zu schließen und mit Leben zu erfüllen. Das Klinikum Altenburger Land bringt viel in die Partnerschaft ein, zeigte er sich selbstbewusst: „Hier im Altenburger Land haben wir ein hochmodernes Krankenhaus, in das von Beginn an laufend investierte wurde, dazu einen stabilen Stamm an Mitarbeitenden, hochmotivierte Ärzte und Pflegekräfte. Wir haben eine Verantwortung für unsere Patienten und die verpflichtet uns zum Erfolg!“ Dann schloss er sich Prof. Josten an mit den Worten: „Lassen Sie uns später zurückschauen und sagen: Damals hat etwas Großes begonnen!“

Zur Auftaktveranstaltung konnte bereits von den ersten Schritten in der Praxis berichtet werden. Vorreiter sind die Onkologen, die Mediziner, die sich mit Tumorerkrankungen befassen. Prof. Dr. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums Leipzig (UCCL) und der Klinik und Poliklinik für Hämatologie und Zelltherapie, Internistische Onkologie, Hämostaseologie, erklärte, dass von Beginn an nie die Frage aufkam, ob diese Kooperation sinnvoll sei, sondern sofort daran gearbeitet wurde, die Kooperation umzusetzen. Es gelte, die heutige Komplexität und den schnellen Fortschritt in der Behandlung von Tumorpatienten so umzusetzen, dass sie jeden Patienten erreiche. Die in Altenburg bereits zum 1. Oktober gestartete Kooperation wird diesen Fortschritt bringen. Kleine Teams werden den schnellen Entwicklungen bald nicht mehr folgen können, so seine Einschätzung.

Diese Meinung teilte auch Prof. Dr. Uwe Platzbecker, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hämatologie und Zelltherapie, Internistische Onkologie, Hämostaseologie am UKL, der das hohe Entwicklungspotential für Studien und Therapien in der Kooperation herausstrich.

Der Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Endokrinologie, Diabetologie, Nephrologie am Klinikum Altenburger Land,  Dr. Armin Schulz-Abelius, brachte seine Freude über die Kooperation zum Ausdruck. Neben der personellen Unterstützung ist damit die Tür geöffnet für die fachliche Weiterbildung, von der die Patienten im Altenburger Land profitieren.

 

Am Ende der Auftaktveranstaltung kamen die Vertreter des Altenburger Klinikums und des Universitätsklinikums bei einem Imbiss zusammen, freuten sich über das bereits Erreichte und entwickelten schon weitere Ideen für die gemeinsame Arbeit.

Text: Christine Helbig

 

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