14.11.2018 10:18

10 Jahre Herzkatheterlabor am Klinikum Altenburger Land = 10 Jahre ständige Weiterentwicklung zum Wohle der Patienten

Herzkatheterlabor öffnet am 27. November seine Türen für Interessierte

Altenburg, 13.11.2018 – Vor genau 10 Jahren, im November 2008, wurde das Herzkatheterlabor (HKL) im Klinikum Altenburger Land in Betrieb genommen. Seitdem erfolgen jährlich 900 Herzkatheteruntersuchungen sowie ca. 350 perkutane Koronarinterventionen. Bei diesem Eingriff werden verengte oder vollständig verschlossene Arterien, die kranzförmig das Herz umgeben, wieder erweitert bzw. geöffnet.
900 Untersuchungen und Behandlungen jährlich – dahinter steht ein eng zusammen arbeitendes Team aus Ärzten, Pflegefachkräften und medizinisch-technischen Assistenten.

„Nur die optimale Zusammenarbeit des gesamten Teams ermöglicht den Betrieb des Katheterarbeitsplatzes und garantiert gute Ergebnisse“ bekräftigt Dr. Wolfgang Strauß, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin. Er selbst sowie der Leitende Oberarzt Dr. Peter Bergmann und Oberarzt Matthias Leber sind es, die im HKL die medizinischen Eingriffe vornehmen. Weitere Ausbildungen ärztlicher Kollegen im HKL sind geplant, um insbesondere die notwendige 24-Stunden – Rufbereitschaft   zur Akutversorgung von Herzinfarkten sicherzustellen.

Vor Eröffnung des HKL vor 10 Jahren war die Situation für Patienten noch eine völlig andere. „Alle Patienten mit einem akuten Herzinfarkt mussten mit einem Rettungswagen in Arztbegleitung in das Herzzentrum Leipzig verlegt werden, natürlich auch mit fortbestehenden akuten Beschwerden. Zudem war dadurch die Zeit bis zur Wiedereröffnung einer verschlossenen Infarktarterie zwangsläufig verlängert“ beschreibt Chefarzt Dr. Strauß die Gründe, warum ein HKL in Altenburg dringend notwendig wurde.

Kardiologen am Klinikum Altenburger Land, v.l. LTD. Oberarzt Dr. Peter Bergmann, OA Matthias Leber, Chefarzt Dr. Wolfgang Strauß, OA Ekkehart Mahn

Er selbst war 2003 nach 2-jähriger Ausbildung in der interventionellen Kardiologie am Herzzentrum Leipzig wieder an das Klinikum Altenburger Land zurückgekehrt und so schien es realistisch, Herzkatheteruntersuchungen am Klinikum zu etablieren. Im Rahmen seiner kardiologischen Spezialisierung erwarb auch der Leitende Oberarzt Dr. Peter Bergmann die entsprechenden Fähigkeiten in der invasiven Kardiologie am Herzzentrum in Leipzig. Mit dem Neubau des Klinikums in Altenburg waren optimale Voraussetzungen geschaffen. Mit Unterstützung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrat wurde die Etablierung eines Herzkatheterlabors vorangetrieben, um den Patienten hier vor Ort eine deutlich bessere Versorgung zu ermöglichen.

Im November 2008 wurde dann das Herzkatheterlabor eröffnet, in dem mittlerweile rund 9000 Untersuchungen und Behandlungen stattfanden. In Zusammenarbeit mit der Klinik für Kardiologie am Uniklinikum Jena erfolgen hier auch regelmäßige Untersuchung des Reizbildungs- und Reizleitungssystems des Herzens – sogenannte elektrophysiologische Untersuchungen.
Chefarzt Dr. Strauß blickt zurück auf die vergangenen 10 Jahre: „Seitdem sind natürlich weitere technische Innovationen in den täglichen Betrieb aufgenommen worden. Hier sind insbesondere der Gefäßultraschall zu nennen sowie die Möglichkeit zur Bestimmung der koronaren Flussreserve. Bei grenzwertiger Verengung von Koronararterien ist das eine Möglichkeit, die Bedeutsamkeit der Verengung und damit den Nutzen einer interventionellen Behandlung besser einschätzen zu können“ erläutert er. Ein Herzkatheterlabor zu betreiben bedeutet immer, die aktuell wissenschaftliche Datenlage genau zu verfolgen, um dem Patienten eine evidenzbasierte, d.h. eine auf wissenschaftliche Beweise gestützte Therapie anbieten zu können. Die  zunehmende Spezialisierung in der invasiven Kardiologie ermöglicht es heute, komplexe Eingriffe am Herzen durchführen zu können.
Eng arbeitet das Altenburger Team auch mit den herzchirurgischen Zentren der Universitäten in Leipzig und Jena zusammen für die zeitnahe notwendige herzchirurgische Versorgung der Patienten. Durch die teleradiologische Anbindung können hier jederzeit kurzfristige strategische Therapieentscheidungen mit den Herzchirurgen zeitnah getroffen werden.
„Das diese Entwicklung gelungen ist, verdanken wir alle letzten Endes der friedlichen Revolution von 1989. Durch sie wurde der Neubau des Klinikums in Altenburg möglich, ohne den es das Herzkatheterlabor nicht geben würde“ sind sich Chefarzt Dr. Strauß und sein Team sicher.

 

Chefarzt Dr. Wolfgang Strauß (hintere Reihe, 2.v.l.) mit dem Team des Herzkatheterlabors

Einladung zum Tag der offenen Tür im Herzkatheterlabor (nur mit Anmeldung)
Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums lädt das Team des HKL zum Besuch ein am Dienstag, 27. November, ab 14 Uhr. Chefarzt Dr. Wolfgang Strauß und die Mitarbeitenden im HKL stellen vor Ort Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten vor. Ein Besuch ist nur nach telefonischer Voranmeldung unter 03447 52-1395 möglich.

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