16.08.2017 09:07

Jahresabschluss 2016 des Klinikums sowie der Tochtergesellschaften

Rückblick und Ausblick

Noch muss der Jahresabschluss 2016 des Klinikums Altenburger Land den Kreistagsmitgliedern zum Beschluss vorgelegt werden, doch bereits jetzt steht fest, dass es sich wiederum um ein erfolgreiches Geschäftsjahr gehandelt hat. Die Geschäftsführerin Dr. Gundula Werner stellte die Ergebnisse jetzt in einem Pressegespräch vor. Sowohl bei der Konzernmutter, dem Klinikum Altenburger Land, als auch bei allen Tochtergesellschaften konnten durchweg positive Ergebnisse erzielt werden. 

Im Klinikum wurde ein Überschuss von 560 T€ erzielt. „Damit haben wir die gute Entwicklung fortgesetzt“ so Dr. Gundula Werner. Es konnten wieder Investitionen in die Medizintechnik getätigt werden. Baulicherseits wurde im Außenbereich das Regenrückhaltebecken komplett erneuert. Im Innenbereich konnte die Krankenpflegeschule neue Unterrichts- und Ausbildungsräume beziehen.

Im Frühjahr 2016 wurde die Entscheidung zu einem großen Projekt getroffen, zur Einführung einer elektronischen Patientenakte, EPA genannt. Damit stellt sich das Klinikum dem Prozess der Digitalisierung.

Ziel ist es, Dokumente von Beginn an digital entstehen zu lassen. „Damit wird es gelingen, den Patienten eine sichere Aufbewahrung ihrer Unterlagen für die nächsten Jahrzehnte zu garantieren“ erläutert Dr. Werner den Anspruch. Bauliche Voraussetzungen, wie z.B. WLAN auf allen Stationen müssen hierfür geschaffen werden. Ein Datensicherheitskonzept sowie ein Ausfallkonzept sind ebenfalls Bestandteil des Projekts, denn gegen Notfallszenarien wie z.B. einen Stromausfall muss man besonders gewappnet sein. Mit der Umstellung auf die EPA soll noch im Oktober auf der ersten Station begonnen werden. Die komplette Umstellung im Klinikum wird noch geraume Zeit in Anspruch nehmen, denn alle organisatorischen Abläufe stehen auf dem Prüfstand.
 
Die Medizinischen Versorgungszentren Altenburger Land GmbH, umgangssprachlich kurz MVZ genannt, konnten einen Überschuss von 416 T€ erwirtschaften.
„Dieses außerordentlich gute Ergebnis zeigt, dass sich das Unternehmen in gutem Fahrwasser befindet“ stellte Dr. Werner fest und schätzt ein „Die Entscheidung, die Praxis für Strahlentherapie auszugliedern, hat sich sehr positiv ausgewirkt.“
Patienten waren von dieser Entscheidung nie betroffen, denn das medizinische Angebot der Strahlentherapie wird unter dem Dach der SRH-Polikliniken in Altenburg  fortgeführt. So konnten auch die Arbeitsplätze gesichert werden.  In den Arztpraxen des MVZ wurden 2016 ca. 60.000 Patienten behandelt.

Die Klinik für Ambulante Rehabilitation stellt das Hauptgeschäftsfeld der Gesellschaft für Rehabilitation, Therapie und Prävention dar. 2016 konnte hier mit einem Überschuss von 263 T€ abgeschlossen werden. In der Klinik für Ambulante Rehabilitation im MEDICUM waren die 30 Therapieplätze in der neurologischen und 40 Plätze in der orthopädischen Reha immer ausgebucht. Ebenfalls zu dieser Gesellschaft gehört die Interdisziplinäre Frühförderung IFF mit Sitz in Schmölln, ein wichtiges Angebot für Kinder, diese zur Schulfähigkeit zu bringen, wenn dies aus gesundheitlichen Gründen gefährdet ist.

Auch die Schmöllner Heimgesellschaft konnte wieder einen positiven Jahresabschluss in Höhe von 235 T€ verbuchen.

Mit 1.241 Mitarbeitern im Jahr 2016 ist der Klinikkonzern sicher mit Abstand der größte Arbeitgeber im Landkreis Altenburger Land.
Im Klinikum werden jährlich je etwa 20.000 stationäre und ambulante Patienten behandelt.
Neben dem Krankenhaus in Altenburg, dass in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum seiner Einweihung feiert, ist das Klinikum auch im Klinikbereich Schmölln präsent. Die dortige Palliativstation ist eine besondere Einrichtung, die im gesamten Landkreis hohe Wertschätzung erfährt. Jedoch hält die Schließung der Station der Inneren Medizin an. „Personalmangel auf ärztlichem Gebiet ist die Ursache der Schließung“ bedauert auch die Geschäftsführerin die Entscheidung und ergänzt: „Die Patienten wurden alle am Standort in Altenburg medizinisch versorgt.“
Darüber hinaus befinden sich im Klinikbereich Schmölln das Schlaflabor, Arztpraxen des MVZ und die schon erwähnte IFF. Weitere medizinische Angebote werden erwogen.

Das Klinikum bildet in eigener Krankenpflegeschule qualifizierte Pflegefachkräfte aus. Alle diesjährigen 18 Absolventen der 3-jährigen Ausbildung haben ein Übernahmeangebot erhalten. Auch in diesem Jahr werden wieder 25 Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege und 12 Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe ihre Ausbildung beginnen.

Zum 1. August hat Dr. Thomas Blankenburg seine Tätigkeit als Chefarzt der neuen Klinik für Pneumologie und außerklinische Beatmung aufgenommen. Damit erweitert sich das Leistungsspektrum des Klinikums im Bereich der Inneren Medizin.
„Für das laufende bzw. das kommende Jahr arbeiten wir an der Neubeschaffung des inzwischen über 10 Jahre alten Magnetresonanztomographen (MRT). Das komplette Verfahren wird im Frühjahr 2018 abgeschlossen sein“ gibt die Geschäftsführerin einen Ausblick auf das kommende Jahr. Vom Kreistag wurde diese Investition bereits beschlossen. Für die Finanzierung des Vorhabens, im Ganzen 2,2 Millionen €, wurde ein Antrag auf Fördermittel gestellt und dieser auch vom Freistaat Thüringen positiv beschieden.

Text: Christine Helbig

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